Produkte von soulbottles
Wir arbeiten an der Arbeit.
In jedem Unternehmen stellen sich irgendwann Fragen über die richtig wichtigen Dinge, die im operativen Geschäft (bei uns: jede Menge soulbottles verkaufen und so Trinkwasserprojekte unterstützen, yeah!) gar nicht so sichtbar sind.
Zum Beispiel: Wie arbeiten wir zusammen? Wie werden Entscheidungen getroffen? Was heißt „Führung” bei uns? Was passiert, wenn man sich mal nicht einig ist?
Wir wollen wertschätzend zusammenarbeiten und trotzdem effizient bleiben. Mit Sinn.
Wir wollen uns als ganzer Mensch zeigen können, mit allem was so da ist, und trotzdem unsere Aufgaben wirklich ernst nehmen und Dinge massiv voranbringen. Statt innerlich gekündigt zu haben, und sehnlichst auf das Wochenende zu warten – nichts gegen Wochenende.
Wir wollen so ehrlich miteinander sein, wie soulbottles plastikfrei sind (psst: 100% plastikfrei). Und diese Ehrlichkeit – so gut es geht – frei von Urteilen und mit Wertschätzung ausdrücken.
Wir wollen, dass Führung nicht ein paar Wenige übernehmen, sondern dass alle in ihren Bereichen autonom mit unternehmerischem Geist loslegen können.
Mit klaren, verlässlichen Prozessen, die dafür sorgen, dass aus Verbesserungsvorschlägen – egal von wem sie kommen – sinnvolle und konkrete Veränderung wird.
Wie das geht?
In der Zusammenarbeit orientieren wir uns an zwei konkreten Methoden / Haltungen: Holacracy und Gewaltfreie Kommunikation.
1. Holacracy hilft uns, die anfallende Arbeit intelligent aufzuteilen, und jeder*m einzelnen von uns im Alltag so viel Autonomie wie möglich zu geben.
2. Gewaltfreie Kommunikation (GFK) sorgt für ein offenes Ansprechen von Konflikten, ohne einander zu verletzen. Dadurch können wir aus Spannungen heraus wachsen – auf beruflicher wie persönlicher Ebene.
The soulstory
Die Idee
"Kann man Menschen mit gutem Design auch zu mehr Nachhaltigkeit verführen?” Die Frage stellte sich Georg, nachdem er T-Shirts aus den USA bestellt hatte. Eigentlich wollte er regional und nachhaltig einkaufen, aber die Designs beim amerikanischen Label Threadless waren einfach zu gut.
Das war 2011 und Georg und Paul studierten in Wien, naja offiziell zumindest. Paul hat eigentlich vor allem Musik gemacht und Georg wollte sich als Trainer für Gewaltfreie Kommunikation selbstständig machen. Nachdem sie den Film “Plastic Planet” von Werner Boote gesehen hatten, in dem die katastrophalen Auswirkung von Plastikverpackung auf Mensch und Umwelt gezeigt wurden, wollten sie unbedingt auf Plastikflaschen verzichten.
Sie tranken nur noch Leitungswasser und für unterwegs benutzen sie alte Wein- und Wodkaflaschen, sehr zur Belustigung von Freunden und fremden Menschen in der U-Bahn – aber das ist eine ganz andere Geschichte.
In Georg’s Kopf kamen die beide Ideen dann irgendwie zusammen und er versuchte Paul zu überreden: „Wenn man Trinkflaschen auch cool bedrucken könnte, dann würden viel mehr Menschen welche nutzen!”
Die ersten Prototypen
An einem Punkt wurde der Bastler in Paul geweckt. Ihn reizte am Anfang die technische Herausforderung: Er wollte wissen ob sie das hinbekommen könnten. Er hatte gerade seinen Praktikumsplatz verloren, weil die Produktionsfirma für die er damals arbeitete die “London Riots” nicht überstanden hatte – aber auch das ist eine andere Geschichte.
Im Keller der Universität für Angewandte Kunst in Wien lernte er, wie man in Handarbeit mit Siebdruck und großen Keramiköfen auf Glas drucken konnte. Obwohl er an der Uni nie offiziell eingeschrieben war.
Innerhalb von wenigen Wochen entstanden die ersten soulbottles in seinem damaligen WG-Zimmer. Alle Designs kamen von Freunden und Freundinnen und das waren auch ihre ersten Kunden. Nach nur wenigen Wochen waren sie ausverkauft und mussten nachproduzieren. Ihre Fertigung war quasi Paul plus ein Fahrrad mit Anhänger. Sie haben die Flaschen zuhause beklebt (oft mit Hilfe von Mitbewohnern oder wer sonst noch grad da war) und dann mit dem Rad zur Uni gebracht, wo die Öfen standen, mit der die Farbe eingebrannt wurde. Das Abholen war aber anstrengender, da musste man mit vollem Anhänger bergauf fahren. Sein Zimmer stand irgendwann so voll mit soulbottles, dass jedes Mal wenn ein Zug oder Auto am Fenster vorbeifuhr sein ganzes Zimmer klirrte.
Die nächsten Monate verbrachten Georg und Paul damit, soulbottles aufzubauen. Dabei machten sie (fast) alles selbst – von der Website bis zur Buchhaltung. Entsprechend chaotisch lief das dann auch. Doch Nachfrage stieg und stieg und jede verkaufte soulbottle erzählte die Geschichte von einer nachhaltigeren und schöneren Welt.
Gründung und erste Serie
Im August 2012 nach einem dreiviertel Jahr voller Aufregung und Höhen und Tiefen kam es zum Angel-Investment durch den Unternehmer Bernardo Saorin und zur offiziellen GmbH-Gründung. Bernardo hatte eine plastikfreie Trinkflasche für seine Kinder gesucht und dabei soulbottles entdeckt. Mit Hilfe seines Investments und einer erfolgreichen Crowdfunding Kampagne rollten dann 2013 die ersten maschinell produzierten soulbottles vom Band…
Text: soulbottles